Karwendel – Vorderskopf

Ein Gipfel muss her, aber zackig!!!

So oft wie ich von Bergen und Fotografieren rede, könnte man meinen ich bin da dauernd. In Wirklichkeit aber bin ich weniger oft unterwegs als ich gerne wollen würde, daher habe ich beschlossen in meinem nächsten Leben Gipfelstürmer zu werden!

Bei strahlendem Wetter mach ich mich in München auf Richtung Karwendelgebirge. Aber vorher noch schnell aufs Radl in die Stadt rein, ich brauch noch Landkarten für das Gebiet.

Vollpfosten, überall VOLLPFOSTEN !!!!!einself!!!

Da denkt man sich: Mit dem Rad kommt man  schneller und entspannter in die Stadt! Pustekuchen, NIX! Zumindest wenn man auf der Südseite am Münchner Hauptbahnhof  vorbei muss, das ist schlimmer als mit dem Auto! Aber das nur mal am Rande.

Blos raus hier.

Den Rucksack hab ich gestern schon gepackt. Erst wollte ich auf die Lalider Spitze undeine Nacht im Biwak verbringen aber das hab ich mir dann vorerst(!) aus dem Kopf geschlagen.

Im Rucksack:

  • Manfrotto Stativ mit nem Kugelkopf + 8kg Fotokram
  • 3l Wasser, Messer, Kompass und Überlebenspfeiferl!
  • 250ml Gas, Kocher, Geschirr, Besteck und ein Fertignudelgericht
  • nacht dann: 11,9kg

Der Plan:

Gemütlich auf den Vorderskopf. OK, zugegeben, der Rucksack war ein wenig überladen aber die ca. 980 Höhenmeter, das geht schon. Und ich hatte ja den ganzen Tag Zeit und wollte auf dem Gipfel ein paar schöne Stunden mit essen, fotografieren und faulenzen verbringen. Spät Abends dann Sonnenuntergangs Fotos schießen und Idyllisch mit Stirnlampenlicht wieder runter.

Die Realität:

Am Parkplatz angekommen wechsle ich auf die Bergschuhe und schultere den Rucksack, Das gute GPS wird noch angemacht und schon geht es los. Eins kann ich Euch sagen, mit knapp 12kg kommt man ganz schön schnell ins schwitzen aber ich kämpfe mich wacker hoch, in der Zeit liege ich auch gut! Es ist Sauheiss und der Planet knallt runter, nur gut das ich meinen Entdeckerhut dabei habe! Der erste Fotostop steht an, ich bau alles auf und mach ein paar Fotos, die Bedingungen sind noch nicht gut, es ist kurz nach Mittag und diesig. Also weiter Richtung Gipfel. Nach 2 Stunden nähere ich mich dem Gipfel immer mehr und es macht: kkkaaaarrchhhhhhhhhhbum! Hoppla, ein Gewitter? Ich schau mich um seh aber nix!

Gewitter

Es scheppert immer öfter und auf einmal sehe ich von Süden her eine Gewitterfront über eine Bergkette auf mich zu kommen. Sapralot, was soll denn das jetzt, 100 Höhenmeter sind es vielleicht noch. Gewitter, verzieh Dich, aber zackig.

Mein Wunsch geht leider nicht in Erfüllung, ich überlege lange hin und her und gehe dann doch lieber auf Nummer sicher und mach mich auf den Weg runter Richtung Auto. Und das Hungrig! Mein Kochertest und die Mahlzeit müssen warten. Grummlig aber doch relativ entspannt marschiere ich in Richtung Auto und fahre anschließend nach München um den Kocher dann auf dem Balkon bei einsetzendem Regen zu testen, war gut! :-)

Fazit:

Eine schöne Tour, bis auf den Gipfelanstieg leicht zu gehen und ohne 12kg auf dem Buckel ist sie vermutlich nicht ganz so anstrengend :-)
Ich werd da auf jeden Fall dieses Jahr noch mal hin!

Und hier, Bilder ;-)

Schreibe einen Kommentar