Archiv der Kategorie: Camino del Norte

Mein Camino del Norte vom 13.05.2012 bis zum 16.06.2012

Casa de la Trinidad

14.05.2012: Der Weg, die Sonne und Hunger! Teil 3

Nix Yakuzo!

Meine kleine mysteriöse Gestalt aus Teil 2 heisst Su Li und ist eine Pilgerin aus Südkorea. Sie ist mit einer Deutschen Namens Birgit unterwegs und wollte mir mitteilen: Hey, hier

Eingang zur Pilgerherberge Casa de la Trinidad im Kloster San Francisco

ist die Herberge! Wir stehen am Eingang der Herberge, die in einem alten monströsen Kloster untergebracht ist. Es ist heiß, wir unterhalten uns im Schatten gute 10 Minuten um dann den Weg zur Anmeldung anzutreten. Ich gehe zur Tür und will klingeln. Aber Su Li drückt sich mit einem Grinsen zwischen mich und die Tür. Stolz sperrt sie mit ihrem Schlüssel auf und lässt mich rein. Beim Reingehen gibt sie der Türklingel noch eine mit, um die Klosterschwester auf den Casa de la Trinidad weiterlesen

Von Castro in die Bar nach Islares

14.05.2012: Der Weg, die Sonne und Hunger!
Teil 1
 

Immer diese Entscheidungen

Der Weg nach Laredo führt über El Pontarron del Guriezo und Liendro. In Liendro muss ich tatsächlich eine Entscheidung treffen, und das im Urlaub! Soll ich in die Herberge zum Faulenzen oder geh ich grade aus weiter die Küste entlang. Die Frage beschäftigte mich die letzten Kilometer. Dieser Streckenabschnitt, der an der Küste entlang läuft, stellt landschaftlich eine wundervolle Alternative zum „normalen“ Jakobsweg dar. Man könnte genau so gut an einer der mystischen Steilküsten Schottlands oder Irlands sein. Das einzige woran man erkennt, dass man nicht in Schottland ist, ist die (Gott sei Dank!) glänzende Abwesenheit schottischen Wetters ;-)

30 km und noch viel weiter!

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Castro die Herberge und ich

Die erste Herberge  in die mich mein Jakobsweg führt ist also in Castro. Eigentlich heißt es Castro Urdiales aber das sagt keiner,  es steht auch nirgends, nicht mal in den Busfahrplänen, obwohl es viele Castros gibt werden alle Castro genannt.

Ich setzte also meinen ersten Fuss in eine Pilgerherberge, 2 Leute waren vor mir und redeten mit einem Jungen Mann in gebrochenem Spanisch, der junge Mann ist der Hospitalero der Herberge, quasi der Chef.
Nachdem er mit den andern beiden fertig war und ich ihm unschlüssig meinen leeren Pilgerausweis vor die Nase hielt und versuchte zu sprechen, wusste er schon das hier eine Pilgertechnische Vollpfeife vor ihm steht. Grinsend stempelte er meinen Ausweis, gab ihn mir zurück und sagte in gebrochenen Englisch das hier kein Platz mehr frei ist. Entweder ich geh zwei Stunden weiter Richtung Santiago de Compostela, da wäre die nächste Herberge oder ich muss anderweitig schauen. Na Super dachte ich mir, erster Tag, fremdes Land, fremde Sprache und kein Platz zum schlafen. 2h Weiter wollte ich auf keinen Fall gehen, nachher steh ich dann im nichts und ich muss im Graben schlafen. Castro die Herberge und ich weiterlesen

00 Tag 0 – Anreise Camino del Norte – Jakobsweg

Der Jakobsweg, soso. Hallo, kann mich jemand kneifen? Grade vorher war es doch erst März, wieso ist es jetzt auf einmal Mai, was mach ich hier?! Ach ja der Jakob’sweg! Ich erinnere mich noch genau an eine Konversation in  Tölz beim Klettern (Auszug):

Klaus: … na was meinst Du zu der Packliste?
Katja: Sieht gut aus, evtl. solltest Du noch eine Softshell einpacken. 
Klaus: Hm ja, könntest Recht haben, die nächsten Tage werd ich Probepacken!
Katja: Ach was, Probepacken braucht kein Mensch!!! 
Klaus: Doch doch! Hab ich bisher immer gemacht!
Katja: Hab ich nie gemacht!!!!

Diese kleine Unterhaltung, bei einem kühlen Vitamalz, gepaart mit meiner jahrelangen Wandererfahrung sorgte dafür das ich Probepacken als „überbewertet“ abtat und nicht weiter drüber nachdachte.

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00 – Einleitung Camino del Norte (Jakobsweg)

Wandern geh ich gerne. Angefangen hat alles mit Sabine. Als ich 2009 kurz vor Weihnachten von meinem Thailand Urlaub wieder kam, fuhren wir am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Schottland auf die Isle of Skye.

Vom Sportlichen Aspekt her war mein Leben vorher eine Katastrophe. Ich hab nix gemacht ausser gezockt und geraucht. Gut das Rauchen hab ich 2008 aufgegeben, soweit ich mich erinnern kann, das war aber auch schon das einzige.

Die Herausforderungen waren gewaltig, zumindest für mich. Danach kam noch der West Highland Way, diese war noch grösser! Wieso erzähl ich das, es geht ja schliesslich um den Jakobsweg, ganz einfach:  00 – Einleitung Camino del Norte (Jakobsweg) weiterlesen